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REVIEWS/REZENSIONEN/PRESSE
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"Wenn Elvis sich in Pavarotti verwandelt" Opernsänger Mark Janicello gastiert Ende Oktober mit „Elvis Goes Classic” im Zentrum - „Eine wahnsinnige Idee” Von Andreas Gewinner - Sept. 17, 2006
Bayreuth. Elvis und klassische Musik - das erscheint auf den ersten Blick, als wolle man einen ungezügelten Rennmotor in einen gediegenen Rolls-Royce verbauen. Aber diese ungewöhnliche Kombination kann man am Samstag, 28. Oktober, im Europasaal im Zentrum erleben: Mit Mark Janicellos Programm „Elvis Goes Classic”, veranstaltet von dem Bayreuther Elvissammler Markus Henfling und Roland Bär. Im Rahmen des Konzerts ist auch eine Ausstellung mit Kleidung, Filmkostümen und anderen Dingen aus dem Besitz von Elvis Presley zu sehen.
Mark Janicello nennt es selbst eine „wahnsinnige Idee”. Gekommen ist sie ihm 1992. „Meine Idee war, dass Elvis nicht tot ist, sondern sich in Pavarotti verwandelt hat”, so der ausgebildete Tenor gegenüber dem KURIER. Was auf den zweiten Blick gar nicht mehr so „wahnsinnig” ist. Einer der erfolgreichsten Elvissongs, „It’s Now Or Never”, basiert auf der bekannten Arie „O sole mio”. Ein Song, für den Elvis eigens Gesangsunterricht nahm. Und der Elvis-Song „Surrender” basiert auf „Torna sorriento”. Und eine weitere, wenig bekannte Tatsache ist auch, dass Elvis klassische Musik liebte und insbesondere ein Verehrer von Mario Lanza war. Jenem Startenor, den Mark Janicello 1999 in dem von ihm selbst geschriebenen Musical „Be My Love” verkörpert hat.
Grenzgänger Janicello Janicello selbst ist seit mehr als zwei Jahrzehnten ein Grenzgänger zwischen ernster und unterhaltsamer Musik, Klassik und Pop. Ausgebildet als klassischer Opernsänger, ist er außer in Musicals und Operetten insbesondere in klassischen italienischen Opern aufgetreten, wie „Tosca” (als Cavardossi), „Rigoletto” (Il Duca), „Madame Butterfly” (Pinkerton), und zwar beiderseits des Atlantiks, darunter in der New Yorker Carnegie Hall, dem Opernhaus Zürich oder dem Stadttheatern in Erlangen und Salzburg.
Janicellos Beziehung zu Elvis war Liebe erst auf den zweiten Blick. „Als ich jung war”, erzählt der 43-Jährige dem KURIER, „war Elvis bei der Jugend alles andere als angesagt. Er war nicht mehr ,cool‘.” Eines seiner letzten Konzerte kurz vor seinem Tod im Jahr 1977 gab der „King” in Greensboro, North Carolina, 20 Minuten von der Heimatstadt des jungen Mark entfernt. Er sah im Lokalfernsehen einen Bericht über Elvis und sein Konzert. „Er hat geschwitzt, war übergewichtig.” Schon damals sei erkennbar gewesen, dass mit diesem etwas nicht stimmte, erinnert sich Mark.Die Bewunderung kam rund 20 Jahre später. Als Mark Janicello erstmals in die Haut von Elvis schlüpfte. Als Hauptdarsteller in dem Musical „Elvis: A Musical Biography”. Es war der Anfang einer künstlerischen Beziehung, die bis heute immer intensiver geworden ist.
Zwischenzeitlich hatte er Ben Weisman kennengelernt, Komponist zahlreicher Elvis-Songs. Weisman stellte eine unheimliche stimmliche Ähnlichkeit zwischen Elvis und Mark fest. Und „vermachte” ihm sozusagen einen eigenen, für Elvis vorgesehenen Song, den dieser nicht mehr aufnehmen konnte, „Will You Still Be There”. „Die Aufnahme dieses Songs, meine erste CD in Deutschland, hat mir die Hauptrolle in dem Elvis-Musical verschafft”, erzählt Mark. Es kam ein eigenes Elvis-Musical hinzu (mit dem er zwischen 2002 und 2004 auch in München und Wien gastierte), das Programm „Elvis: The Hollywood Years” und schließlich „Elvis Goes Classic”.
Wilder Rocker der 50er Im breiten öffentlichen Bewusstsein ist Elvis auf den „King of Rock-’n’-Roll”, den wilden Rocker der 50er-Jahre reduziert. Weniger bekannt sind seine Balladen aus den 70er-Jahren, in denen er bei seinen Live-Auftritten auch stets mit großer „klassischer” Orchestrierung auftrat. Wäre Elvis Presleys Leben anders verlaufen, hätte aus ihm ebenso ein gefeierter Opernstar werden können. Denn stimmlich hatte er alle Voraussetzungen dafür. So schließt sich mit dem Programm „Elvis Goes Classic” von Mark Janicello auch nachträglich ein fiktiver Kreis.
Das Konzert (Beginn: 20 Uhr) findet am selben Abend wie die „Lange Museumsnacht” statt. Die Veranstalter haben im Sinne eines zivilen Eintrittspreises auf ein Live-Orchester verzichtet, in Bayreuth singt Janicello live zu voraufgenommener Musik. Danach wird der Europasaal in einen Tanzsaal umgewandelt, und der amerikanische DJ Stephen Christopher wird bei der „Elvis Dance Party” für Stimmung sorgen. Christophers Radioshow „Elvis On The Air” ist in den USA legendär. Bereits ab 18.30 Uhr ist im Zentrum eine Ausstellung mit Kleidung von Elvis Presley, die er privat oder in Filmen getragen hatte, Dinge aus Elvis’ Armeezeit in Deutschland und anderes sind zu sehen. Sammler Markus Henfling verspricht, dass das meiste davon bei seiner letzten Ausstellung in Bayreuth in der Sparkasse vor knapp zwei Jahren noch nicht zu sehen war. Alle Exponate werden ausführlich erläutert und illustriert. Zutritt zur Ausstellung haben Karteninhaber sowie, ab 22.30 Uhr, Träger des Museumsnacht-Buttons. Der Kartenvorverkauf für „Elvis Goes Classic” hat bereits begonnen. Karten gibt es im Vorverkauf für 12,50 Euro an der Theaterkasse Bayreuth, Luitpoldplatz 9, Telefon 09 21/6 90 01. Restkarten sind auch noch an der Abendkasse für 15 Euro erhältlich. Einlass ist ab 18.30 Uhr. Weitere Informationen sind unter www.my-elvis-presley.com und www.markjanicello.net (mit Hörproben) zu finden. |
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Von
der Kunst, zu interpretieren statt
zu imitieren“ Mark
Janicello präsentiert sein Programm"Elvis goes Classic" beim
Kult-Art Festival in Krailling
von Nicola Seipp -- Münchner Merkur 11.08.2004 |
Eine
gesungene Melange aus "O Sole Mio" und "It's Now or Never"
-- geht das? Oder: Gleichzeitig den Pavarotti und Elvis geben --
geht das etwa auch? Ja, wenn sich Mark Janicello daran macht, diese
beiden gewichtigen Personen der Musikgeschichte zu vereinen. Am Freitagabend beglietete der amerikanische Tenor auf dem Kraillinger Kult-Art-Festival das Publikum mit seinem neuen Programm "Elvis goes Classic" -- einem Potpourri aus Elvis Klassikern, Tanzeinlagen, eigenen Balladen, Titeln von Seal und Prince und gesanglichen Ausflügen in die Opernwelt. Begleitet wurde er bei dieser "Welturaufführung" von dem Münchner Sinfonieorchester unter der Leitung von Josef Manfred Trauner und der Band "Slaves2theMusic".
Wer jetzt allerdings denkt, der 42-jährige Janicello hätte sich bei seiner aktuellen Show in eine schwere, glitzernde Elvis-Kluft geworfen, sich mit schmachtenden Blick eine glänzende Haartolle in die Stirn gezogen liegt falsch -- Nun gut, die dunklen Haare und die locker kreisenden Hüften kommen dem legendären King of Rock 'n' Roll schon recht nahe, ebenso das vibrierend samtig-tiefe Intonieren von Titeln wie "Love me Tender". Doch der wesentliche Unterschied liegt darin, dass Janicello bewusst interpretiert statt imitiert. |
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| So hat der gebürtige New Yorker und ausgebildete klassische Opernsänger auch reichlich Raum seine Stimmgewalt zu präsentieren. Diese und sein schauspielerisches Talent Damals habe er dort oft in der U-Bahn Opernarien geübt, sei dabei entdeckt und zur Teilnahme an dem Wettbewerb aufgefordert worden. Janicello entschied sich der Frage nachzugehen, "was wäre, wenn Elvis nicht tot, sondern sich in Pavarotti umgewandelt hätte?" Das war der Anfang seiner musikalischen Liaison mit Elvis. Seitdem arrangierte und produzierte er Elvis-Konzertreihen und im vergangenen Jahr war er als Hauptfigur in dem Musical "Elvis: Die Show -- Sein Leben" im Deutschen Theater in München zu sehen. Aber Elvis ist nicht alles: Janicello würzt sein Programm "Elvis goes Classic" mit einer ordentlichen Portion Entertainment: Er tanzt mit Damen aus dem Publikum, bittet sie auf die Bühne, unterhält freut sich über leuchtende Feuerzeuge und gibt diverse Zugaben: Und die forderten die mittlerweile allesamt stehenden Zuschauer reichlich. | |||
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„Perfektes
Ambiente wie vom King persönlich“ "Elvis
goes Classic" begistert in Wiessee
von Ingrid Versen – Suedduetscher Zeitung 12.08.2004 |
Als ideal Kulisse für eine klassische Open-Air Veranstaltung entputtpte sich die Terasse vor der Wiesseer Wandelhalle beim Wiesseer Konzert-Höhepunkt 2004_ "Elvis goes Classic" Dazu trug auch das hochsommerliche Bilderbuchwetter bei, der angestrahlte, prächtige Baumbestand in Kurpark und als Krönung im Hindergrund der feuerballartige Vollmond über dem Wallberg. Das perfekte Ambiente hätte vom King selbst inszeniert sein können. Mit einem mitreißenden Can-Can stimmten die 25 Top-Musiker des Münchner Sinfonieorchesters (Leitung: Manfred Trauner) und die Band "Slaves2theMusic" die gut 250 Besucher aller Altersstufen auf den rund zweistündigen Abend ein. Wie ein Besessener sang und tanzte dann Elvis-Darsteller Mark Janicello aus den USA auf der eigens installierten Bühne, schwitze dabei alles klatschnass, was er am Körper trug. Er ließ mit seiner Show beim Publikum nicht den geringsten Zweifel, wen Elvis als seinen Nachfolger auserkoren hätte. |
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Von Beginn an zog der Amerikaner, der im vergangenen Jahr sechs Wochen lang mit seinem Musical "Elvis" im Deutschen Theater in München gastierte, die Zuhörer geradezu magisch in seinen Bann.Faszinierend war, dass Janicello bewusst interpretierte, statt zu imitieren. "Seid Ihr bereit, ein bisschen Spaß zu haben?" rief er am Anfang in deutscher Sprache ins Publikum, das begistert mit "Ja" antowrtete. Das 42-jährige Allround-Talent, geboren in New York, hat sich dem Ziel verschrieben, dem PUblikum einen täuschen echten King of Rock'n'Roll vorzuführen -- in Musik, Gestik, Mimik und Auftreten. Mit Klassikern wie Jailhouse Rock, Blue Suede Shoes oder It's Now or Never und Love me Tender, die er buchstäblich ins Mikrofon hineinschmachtete, brachte Janicello das Publikum immer mehr in Fahrt, bewegte die Besucher sogar zum Mitmachen und Mittanzen, sprang von der Bühne und tanzte selbst während des Liedvortrags mit einer Besucherin.
Aber auch viele Kinder und Jugendliche, die mit ihren Eltern gekommen waren, tanzten und sangen unverkrampft mit und zeigten ihre Begeisterung. Janicello, der gelernte Opernsänger, wüsste zu betören, nicht zuletzt mit dem, was seinerzeit das Markenzeichen des berühmten Rockmusikers war: dem unverwechselbaren Hüft-Schwung, den er gekonnt mit seinen vibrierenden Beinen auswirbeln ließ. "Des is a G'wachs", strahlte eine ältere Talbewohnerin völlig verzückt. Dem sympathischen Janicello gelang der Spagat, das Publikum zwischen 8 und 80 Jahren mitzureißen, das sic seinen unwiderstehlichen Charme gern ergab.
"Meine Mutter was Gospelsängerin und mein Vater Baptisten-Pfarrer", berichtete Tenor und Entertainer Mark Janicello aus seiner Kindheit und brachte unter Einbeziehung der Besucher das bekannte "Halleluya" zu Gehör, das er früher jeden Sonntag in der Kirche gesungen hatte.
Doch Janicello präsentierte in seinem Abendprogramm mit sage und schreibe 28 Ohrwürmern auch italienische Opernarien. Bei seinem Konzert hatte der Sänger auch reichlich Raum, seine Stimmgewalt zu präsentieren, jedoch nie ohne eine ordentliche Portion Entertinment. Ob Deep in Your Soul, You'll Never Walk Alone, My Way oder Fever -- am Ende forderten die zumeist stehende Zuschauer imemr wieder weitere Zugaben, die Mark Janicello auch bereitwillig gab, bis er den ShowAbend schließlich mit dem berühmten Viva Las Vegas beschloss.
Ein Profi im besten Sinne, der sich selbst ungemein viel abfordert, und dem man den Erfolg gönnt |
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