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01.03.2010 - 04:03 Uhr KONZERT - Mark Janicello in der Metzinger Stadthalle Von Elvis bis Queen
METZINGEN.
Die 50er-, 60er- und 70er-Jahre sind in Metzingen wieder auferstanden:
Anstelle der englischen Kultshow »Rockin' On Heaven's Door« sorgten
US-Sänger Mark Janicello und seine Band für ausgelassene Stimmung in
der Metzinger Stadthalle. Die meist älteren Besucher schwelgten in
Erinnerungen, es wurde mitgeklatscht, gesungen und getanzt.
1955 startete Bill Haley mit seinem Song »Rock Around The Clock« eine musikalische Revolution und setzte den Meilenstein für mittlerweile 55 Jahre Rockmusik. Der in Österreich als Opern- und Musicalsänger bekannte Amerikaner Mark Janicello, der seit circa 15 Jahren überwiegend in Wien lebt, ließ nun jene Zeiten wieder aufleben, als Elvis Presley, Buddy Holly und Eddie Cockran noch eine ganze Generation in Ekstase versetzte. Nein, mit dem, was momentan so hip ist, haben diese ungemein locker aufspielende Combo, die zwei attraktiven Backgroundsängerinnen und ihr extrovertierter Frontmann mit der Elvis-Stimme nun wirklich nichts zu tun. Übermütige Kapelle Die
vier Musiker wirken vielmehr wie eine Zirkuskapelle, deren Übermut
allerdings ganz und gar echt ist, weil sich hier zwei Parteien - die
Band und das Publikum - gegenseitig einen Lebenstraum erfüllen. Von
Beginn an gelingt es vor allem dem unwiderstehlichen Mark Janicello, das
Publikum in seinen Bann zu schlagen. Er gibt abwechselnd den gut
gelaunten Conférencier und das Rock-'n'-Roll-Schwein; überzeugt mal
mit originaler Elvis-Montur, dann mit sonorer und substanzreicher
Opernstimme. Oder er legt sich ins Zeug wie Tom Jones vor 20 Jahren.
Klassiker wie Buddy Hollys »Peggy Sue«, Queens »We Are The Champions«
oder Elvis Presleys »Can?t Help Falling In Love« rufen eine fast schon
euphorische Resonanz hervor. Entertainer voller EnergieAbsolute Höhepunkte des Abends sind die Momente, in denen der stimmgewaltige Vollblut-Entertainer Janicello im Mittelpunkt steht. Der gut deutsch sprechende Sänger hat nicht nur eine hervorragende Stimme, er versteht es auch, seine Energie aufs Publikum zu übertragen. Mindestens sechsmal betritt er die Bühne in einem anderen Outfit, singt den Queen-Klassiker »Who Wants To Live Forever« und Joe Cockers »Unchain My Heart« mit der Intensität und Stimmgewalt eines verkannten Rockers, der noch ein paar Rechnungen zu begleichen hat.Als die insgesamt sieben Musiker mit Elvis? »Are You Lonesome Tonight« nach gut zwei Stunden und zwei Zugaben ein letztes Mal kräftig Gas geben, geht wohl auch für die meisten ein gelungener Konzertabend zu Ende. Ein Abend, mit dem dieses Band-Kollektiv aus Wien unterstreicht, dass der Geist von Elvis und all den anderen Legenden weiter lebt. (jüsp)
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